Ein Beispiel für eine servogesteuerte Inline-Flaschenabfüllanwendung
12. Juni 2018|
Ansicht:1163Eine zweite Anwendung ist in Abb. 11-91 dargestellt. Dabei werden mehrere Füllköpfe auf Flaschen ausgerichtet, die sich entlang einer Linie bewegen. Jeder Füllkopf muss eine Flasche erfassen und ihr während der Bewegung folgen. Das Produkt wird abgegeben, während sich die Düsen mit den Flaschen bewegen. In dieser Anwendung sind zehn Düsen auf einem Schlitten montiert, der von einem Kugelumlaufspindelmechanismus angetrieben wird. Der Kugelumlaufspindelmechanismus wird auch Leitspindel genannt. Dreht der Motor die Welle der Kugelumlaufspindel, bewegt sich der Schlitten horizontal entlang der Kugelumlaufspindel. Diese Bewegung ist gleichmäßig, sodass jede Düse das Produkt mit minimaler Verschüttung in die Flaschen abgeben kann.
Das Servoantriebssystem verwendet einen Positionierantriebsregler mit Software, der die Verfolgung von Position und Geschwindigkeit ermöglicht, während das Förderband die Flaschen transportiert. Ein Hauptencoder verfolgt die Flaschen, während sie sich entlang des Förderbands bewegen. Kurz vor dem Punkt, an dem die Flaschen die Abfüllstation erreichen, wird außerdem ein Schneckenfördersystem eingesetzt. Die Schnecke sorgt dafür, dass beim Eintritt in die Abfüllstation ein bestimmter Abstand zwischen den Flaschen eingehalten wird. Die Flaschen können beim Annähern an die Schnecke dicht gepackt sein, aber beim Durchlaufen der Schnecke wird ihr Abstand exakt so eingestellt, dass die Flaschenhälse mit dem Abstand der Fülldüsen übereinstimmen. In Verbindung mit dem Abgabesystem sorgt außerdem ein Detektor dafür, dass kein Produkt aus einer Düse abgegeben wird, wenn eine Flasche fehlt oder große Abstände zwischen den Flaschen vorhanden sind.
Das Servoantriebssystem vergleicht die Position der Flaschen vom Master-Encoder mit dem Rückmeldesignal, das die Position des an der Kugelumlaufspindel montierten Füllwagens angibt. Der Servoverstärker erhöht oder verringert die Geschwindigkeit des Kugelumlaufmechanismus, sodass die Düsen exakt der Geschwindigkeit der Flaschen entsprechen.









